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  • Pascal Eise

Immomio und DIT? Nein, danke!

Aktualisiert: 21. Sept.

Frank Hohmann & die Digitalisierung - ein Drama in mehreren Akten.

 


Disclaimer: Dieser Artikel beschreibt die Sichtweise von Frank Hohmann. Aus seinen wohnungswirtschaftlichen Erfahrungen hat der Digitalisierungsexperte eine mehrteilige Blog-Serie entwickelt in der er Erfolge, Einblicke und Learnings aus diversen Projekten zum Teil ironisch beleuchtet. Aber auch Fehlentscheidungen, Stolpersteine und Hürden legt Frank auf ehrliche & sympathische Weise dar.


 

Eine Digitalisierungsstrategie hatte ich bereits aufgesetzt. Der Wechsel des ERP-Systems war nur der erste Schritt, es sollten noch weitere Folgen.

Vermietungsplattform, Mieter-App und Mieter-Portal und perspektivisch der digitale Mietvertrag.

Fangen wir bei der Vermietungsplattform an:


Akt 4:

Mein Verhältnis zu Immomio und der DIT begann bereits zu dieser Zeit.

Sowohl Immomio, mit dem Vermietungsportal, als auch DIT mit der Mieter-App, waren zu einem Pitch mit ihren jeweiligen Lösungen bei mir.


Schnell war mir klar, dass das eigentlich genau das ist, was ich haben möchte. Sichere Lösungen, leicht einzuführen, einfach in der Handhabung.

Und ich entschied mich gegen sie.


Was im Nachhinein nach einer sinnlosen Entscheidung aussieht, war zu diesem Zeitpunkt die richtige Entscheidung.


Warum? Weil ich dem Irrglauben aufsaß, dass es ok ist auf Funktionalität, Fertigstellungsgrad und Nutzerfreundlichkeit zu verzichten, wenn die Lösung sich voll ins ERP-System integrieren ließe.

Vollintegration war mein Mantra. Vermutlich war ich nach zwei kraftraubenden Jahren ERP-System-Wechsels einfach müde mir über Vor- und Nachteile intensiv Gedanken zu machen.

Auch da habe ich mich wieder von einem weit verbreiteten Irrglauben leiten lassen.

Immomio lässt sich nicht nur als Teil der Aareon Smart World in Aareon ERP-Systeme voll integrieren, wir haben zu allen gängigen ERP-Systemen der Wohnungswirtschaft Schnittstellen, sei es Haufe, Wowiport von Dr. Klein, SAP-Systeme und noch viele mehr.

Hinzu kam, dass es zu der Zeit noch keine SaaS-Lösung für die Mieter-App gab und die Inhouse Variante mir zu dem Zeitpunkt nach wahnsinnig viel Aufwand aussah.


Zum Teil hatte ich damit natürlich recht, allerdings sind gut investierte Ressourcen am Ende immer der bessere Weg.


Merke: Nur weil ein Unternehmen ein gutes ERP-System baut, bedeutet das nicht, dass auch alles andere von derselben Qualität ist. Niemand kann alles gleich gut, was auch nicht die Erwartungshaltung sein sollte.

Akt 5:


Heute weiß ich was ich anders machen würde:

Den Fokus breiter stellen, die abzuwägenden Punkte klarer formulieren und auf die Funktionen der Lösungen zuspitzen, die wirklich wichtig für mein Unternehmen sind, heute und in der Zukunft.

Genauer hinschauen, nicht mich von geraunten “Tatsachen” leiten lassen. Bestes Beispiel Datenhoheit.


Die Wohnungsunternehmen würden die Datenhoheit über ihre Mieter- und Interessentendaten verlieren, munkelte man in der Branche. Teilweise höre ich das noch heute. Dazu kann ich nur anmerken, dass zum Kundenkreis von Immomio heute viele der größten kommunalen Wohnungsunternehmen Deutschlands gehören, für die das Thema „Datenschutz“ allein aus politischer Notwendigkeit allerhöchste Priorität genießt.


Auch die digitale Kommunikation mit den Mietern und Interessenten erschien vielen Entscheidern und vor allem auch Mitarbeitern damals als überflüssig.


“Wir müssen die Mieter doch sehen!”

Und Corona so: “Hüstel, darf ich reinkommen?”


Ich habe vor meiner Zeit in der Wohnungswirtschaft lange Jahre in fünf europäischen Ländern gelebt und gearbeitet. Ich habe nie einen Vermieter zu Gesicht bekommen, vom Exposé und der online Wohnungsbesichtigung, über die Zahlung von Kaution und Miete, bis hin zum digitalen Mietvertrag und einem Schlüsselsafe an der Hauseingangstür.


Es bedeutet natürlich nicht, dass das in dieser Ausprägung auch ein wünschenswerter Prozess für die meisten deutschen Wohnungsunternehmen ist, da es ja oft um mehr geht als alleine die Vermietung von Wohnraum.


Es zu können, heißt nicht es zu müssen. Aber es nicht zu können, wenn man es muss, da hört es auf Spaß zu machen. Durch die letzten Jahre mussten wir erkennen, dass es zumindest die Möglichkeit geben muss, den Geschäftsbetrieb auch ohne persönliche Interaktion aufrechtzuerhalten.

Tatsächlich gibt es auch immer mehr Menschen, die sich eine digitale Möglichkeit der Kommunikation mit ihrem Vermieter wünschen und erwarten.


Klar, die mir regelmäßig vorgehaltene Oma Erna, die kein Internet und kein Smartphone besitzt gibt es sicherlich auch noch - unter anderem tatsächlich auch in meiner Familie.

Nichts läge mir ferner, als ausschließlich digitale Kommunikation anbieten zu wollen, aber die existierenden Möglichkeiten zu ignorieren, halte ich schlicht für fahrlässig.

Was ich gerne tun möchte, ist andere Wohnungsunternehmen bei ihrer Entscheidungsfindung zu unterstützen. Wie oben geschildert, war ich da, wo Sie sind oder hinwollen. Ich kenne die Beweggründe, die Zweifel und die Gedanken die Sie sich machen.

Mit Immomio können wir Ihnen helfen, Ihre digitale Transformation voranzutreiben. In unserem Portfolio haben wir die Werkzeuge, die Sie brauchen, um die digitale Kommunikation mit Ihren Mietern und Interessenten effektiv und ganzheitlich auf den Weg zu bringen.



 

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